Wie wird der Einkauf transparenter, datenbasierter und zukunftsfähiger? Diese Frage stand für uns auf den BME-eLösungstagen 2026 im Mittelpunkt. Zwei Messetage voller Austausch, Impulse und Gespräche haben gezeigt: KI ist im Einkauf angekommen – zumindest als zentrales Zukunftsthema.

Am 19. und 20. Mai 2026 war SoftconCIS mit WebCIS 4.0 auf den BME-eLösungstagen im Areal Böhler in Düsseldorf vertreten. Die Veranstaltung brachte erneut zahlreiche Anbieter, Einkaufsverantwortliche und Experten zusammen, um über aktuelle Entwicklungen im digitalen Einkauf zu sprechen.

Ein Thema war dabei besonders präsent: Künstliche Intelligenz im Einkauf. Auf vielen Ständen, in Vorträgen und Gesprächen wurde deutlich, dass KI für Einkaufsorganisationen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig zeigte sich aber auch: Viele Unternehmen beschäftigen sich intensiv mit dem Thema, stehen bei der konkreten Umsetzung jedoch noch am Anfang.

Ein besonderes Highlight war unser Fachvortrag von Bastian Wagner zum Thema „KI im Einkauf: Machen statt reden!“. Die vielen Teilnehmer haben bestätigt, dass Einkaufsabteilungen heute vor allem praxisnahe Antworten suchen:

  • Wo kann KI im Einkauf konkret unterstützen?
  • Welche Datenbasis ist dafür notwendig?
  • Wie lassen sich Preisentwicklungen, Benchmarks und KPIs besser auswerten?
  • Welche Rolle spielt Einkaufscontrolling für datenbasierte Entscheidungen?
  • Wie wird aus vorhandenen ERP-Daten echter Mehrwert?

In den Gesprächen am Stand wurde deutlich, dass viele Einkaufsabteilungen bereits über große Mengen relevanter Daten verfügen – beispielsweise aus SAP- und Non-SAP-Systemen, Bestellungen, Rechnungen, Lieferantenstammdaten oder Warengruppenstrukturen. Die Herausforderung liegt jedoch häufig darin, diese Daten schnell, strukturiert und entscheidungsorientiert nutzbar zu machen.

Genau hier setzt WebCIS 4.0 an. Als spezialisierte Plattform für strategisches Einkaufscontrolling unterstützt WebCIS Unternehmen dabei, Einkaufsdaten transparent auszuwerten, Kennzahlen aufzubereiten und Potenziale sichtbar zu machen.

Gerade die Messe hat aber auch gezeigt, wie dynamisch der Markt rund um KI im Einkauf geworden ist. Viele Anbieter positionieren sich inzwischen mit KI-Funktionen, AI Agents oder automatisierten Workflows. Für Einkaufsverantwortliche entsteht dadurch eine neue Herausforderung: Nicht mehr nur die Frage, ob KI im Einkauf relevant ist, sondern welche Anwendung wirklich einen belastbaren Mehrwert liefert.

Denn KI allein löst noch kein Einkaufsproblem. Entscheidend ist, ob sie auf einer sauberen Datenbasis arbeitet, in bestehende Systemlandschaften eingebettet werden kann und konkrete Fragestellungen aus dem Einkauf beantwortet. Dazu gehören zum Beispiel: Wo entstehen Preisabweichungen? Welche Lieferanten entwickeln sich kritisch? Welche Warengruppen sind von Marktveränderungen betroffen? Wo liegen Einsparpotenziale? Und welche Entwicklungen werden künftig ergebnisrelevant?

Aus unserer Sicht wird genau diese Verbindung entscheidend sein: KI muss nicht losgelöst vom Einkauf gedacht werden, sondern als intelligente Erweiterung eines belastbaren Einkaufscontrollings. WebCIS 4.0 bietet dafür die Grundlage, indem Einkaufsdaten aus SAP- und Non-SAP-Systemen strukturiert zusammengeführt, analysiert und in entscheidungsrelevante Informationen übersetzt werden. KI kann darauf aufbauen, Muster schneller sichtbar machen, Auffälligkeiten erkennen und Einkaufsabteilungen dabei unterstützen, faktenbasierter zu handeln.

Die BME-eLösungstage haben damit einen wichtigen Eindruck bestätigt: Die Zukunft des Einkaufs wird nicht allein durch neue Technologien bestimmt, sondern durch die Fähigkeit, Technologie sinnvoll in bestehende Prozesse, Datenstrukturen und Entscheidungswege zu integrieren. Unternehmen, die KI im Einkauf erfolgreich nutzen wollen, sollten daher zuerst ihre Datenbasis, ihre Kennzahlenlogik und ihre Transparenz im Einkaufscontrolling stärken.

Wir bedanken uns bei allen Besucherinnen und Besuchern für die spannenden Gespräche, den offenen Austausch und das große Interesse an WebCIS 4.0.